17.11.2018 AC 1892 Mutterstadt e.V. - AC Germania St.Ilgen

Mutterstadt gewinnt erwartungsgemäß mit 814,6 : 626,8 Punkten

Tolles Ambiente, ein faires Publikum und dazu ein Wettkampf, der auf beiden Seiten keine Wünsche offen ließ.
Die Mutterstädter waren mit der Absicht angetreten, den Nachbarn AV Speyer wieder von der Tabellenspitze zu verdrängen... und mit der aufgebotenen Staffel gelang ihnen dies
auch eindrucksvoll. Die NationalheberInnen Nina Schroth, Lisa-Marie Schweizer, Jack Oliver (England) und Philipp Förster (Österreich), sowie ein bärenstarker Michael Varlamov waren eine sichere Bank. Alle punkteten im Bereich ihrer Bestleistungen und auch Armin Uhl (trotz urlaubsbedingter Trainingsdefizite) stand diesem Quintett kaum nach.
Allerdings konnten auch die Diljemer überzeugen. Eine wieder erstarkte Mandy Treutlein, die sich gewohnt sicher gleich um 10 Punkte gegenüber ihrem letzten Wettkampf steigern konnte; ein hochmotivierter Sergej Dundukov (endlich mal wieder 100 kg im Reißen) und Maurice Lambrecht, der nach dem Reißen noch mal kräftig zupackte und starke 84 Punkte in die Wertung brachte ...man durfte wahrlich zufrieden sein.

Das Sahnehäubchen setze wieder einmal der Teamcaptain Robby Behm auf ...eine Augenweide ist seine blendende Technik.

Leider gelang dem Debütanten Henrik Kästner an diesem Abend nicht alles, denn nach dem gutem Einstieg beim Reißen, blieb er leider im Stoßen an seiner Anfangslast "hängen"...doch dies ist erstens kein Beinbruch und zweitens für ihn sicher ein noch größerer Ansporn, in den nächsten Wettkämpfen mit noch größerer Motivation an die Eisen zu gehen.

Auch wenn er (erneut) wieder mit Abstand zum besten Heber des Abends avancierte... man merkte Vasil Gospodinov doch die Strapazen der kurzen Zeitspanne zwischen Weltmeisterschaft und Wettkampf in der Bundesliga an. Im Reißen konnte er noch gewohnt sicher seine Leistung von der WM (176 kg) einstellen, doch im Stoßen fehlte dann insbesondere nach 205 kg im 2.Versuch die Kraft, um die gewaltige Steigerung auf 214 kg zu meistern... dennoch kam er auf imponierende 175 Relativpunkte... Chapeau.


06.10.2018 TB 03 Roding e. V. - AC Germania St.Ilgen

Germanen "schrammen" knapp am 1. Punktgewinn vorbei...
Roding gewinnt mit 758,8 : 698,8 Relativpunkten

Während in der Disziplin Reißen schnell klar war, wer hier die Nase vorn hat und den Punkt erringt, wurde es in der Disziplin Stoßen noch mal richtig spannend.

 

Doch der Reihe nach...

 

der 1. Block der Bayern hatte mit den beiden Damen A. Jahn und T. Voit sowie Hans Brandhuber gleich zu Beginn die Richtung vorgegeben...

 

wogegen sich beim AC mit Sergej Dundukov, der erst im 3. Versuch die Hantel zur Hochstrecke brachte, sowie Eugen Hrabrov mit guten 97 kg im 3. Versuch und der glänzend in den Wettkampf startende Bryan Horr (mit starken 100 kg im Reißen, praktisch ohne Training aufgrund seines Meisterlehrgangs), die eigenen Erwartungen nicht ganz erfüllten.
Am Ende lag Roding dadurch schon fast uneinholbar vorn und Simon Brandhuber unterstrich zu Beginn des 2. Blocks erneut seine grandiose Form, indem er seine Bestleistung in dieser Disziplin auf 143 kg schraubte.

 

Doch auch der 2. Block der Germanen sorgte für Erstaunen beim fachkundigen Publikum, denn nach den technisch brillanten Versuchen von Robby Behm, wollten die beiden WM-
Kandidaten im Team der Germanen nicht nachstehen.Während Georgi Shikov leider knapp an seiner Anfangslast von 165 kg "hängen" blieb, begann die Show von Vasil Gospodinov...
nach 170 kg im 1.Versuch steigerte er gleich um 11 kg auf 181 kg im 2. Versuch. Noch knapp verfehlt, powerte er dieses Gewicht im 3. Versuch in die Wertung.


Im Stoßen dann praktisch fast die gleiche Chronologie ...und alle 3 Heber des 1. Blocks  mußten ihre 3. Versuche fallen lassen (hätte nur einer seinen letzten Versuch in die Wertung gebracht, wer weiß, ob's dann gereicht hätte?). So aber zogen die Rodinger gleich wieder davon und konnten im 2. Block einen großen Vorsprung rausholen, der aber zum Erstaunen aller vom 2. Block der Germanen mit starken (R. Behm) bis sensationellen Steigerungen (Shikov 215 kg und Gospodinov 223 kg) bis auf 3,5 Punkte schmolz ...die Spannung im Saal war spürbar, denn dieser 3,5 kg-Vorsprung, herausgeholt im letzten Versuch von Gregor Nowarra, lag nun in der Hand von Georgi Shikov der tatsächlich 220 kg forderte... die er dann zwar ausstieß, aber leider nach hinten fallen lassen mußte.

 

Grenzenloser Jubel auf Seiten der Bayern, doch auch die Germanen waren hochzufrieden, denn sie hatten sich teuer verkauft und die Schallmauer von 700 Punkten nur um 1,2 Punkte verfehlt... und Gospodinov ist mit seinen 197 Punkten sicher der, oder einer der Top-Heber dieses Wochenendes...

 


22.09.2018  AC Germania St.Ilgen - AV 03 Speyer

Gelungener Einstand von Mandy Treutlein nach Babypause...
Novum in Dilje: 3 Heber beginnen das Stoßen mit 200 kg!!!

um es vorweg zu nehmen... die Zuschauer kamen an diesem Abend zweifelsfrei auf ihre Kosten, denn was die einzelnen HeberInnen der beiden Mannschaften zur Hochstrecke brachten... nun das nötigte Allen gehörigen Respekt ab.
Auch wenn das Ergebnis zum Schluß mit 581,2 : 771,0 Punkten relativ deutlich ausfiel, die Verantwortlichen des AC Germania St.Ilgen waren mit den Ergebnissen der Germanen an diesem Abend mehr als zufrieden.
Während Sergej Dundukov noch Reserven haben dürfte, zeigte die deutsche Rekordhalterin Mandy Treutlein schon deutlich, wohin ihre Reise gehen soll... und im direkten Duell mit
ihrer ehemaligen Nationalmannschaftskollegin Julia Schwarzbach lieferte sie sich ein spannendes Duell, wenngleich beide natürlich einige Gewichtsklassen trennt.
Ziel vom "Capitano" Jürgen Spieß und Almir Velagic waren zweifellos die gesetzten Normen für die WM Anfang November in Usbekistan ...und sie deuteten ihre Klasse eindrucksvoll an.
Während Robby Behm souverän und technisch blitzsauber seine Versuche in die Wertung brachte (er kann derzeit leider nur eingeschränkt trainieren) schlug dann zum Schluß die Stunde der Schweren/Superschweren ...und hier kam dann auch der Höhepunkt des Abends. Alle 3 Heber (Gospodinov, Nagy und Velagic) forderten als Eingangsversuche im Stoßen unisono 200 kg. Das gab's in den letzten Jahren auf dieser Bühne nicht. Und alle meisterten diese Last mehr oder weniger mühelos. Der Steigerung aller 3 Heber im zweiten Versuch auf 210 kg  folgte ein gespanntes Raunen bei den Zuschauern ...und alle 3 meisterten auch diese Last. Bei den 3. Versuchen scheiterten Gospodinov und Velagic knapp, während Peter Nagy auch noch die 220 kg schaffte.

Ein gelungener Wettkampf mit starken Leistungen und einem fairen Publikum, das diese Leistungen begeistert applaudierte.